Wie wird die Zukunft des Gendopings aussehen, angesichts der Fortschritte in der klinischen Forschung und der Entwicklung von Hormonen wie Myostatin?
Jeder Mensch hat seine Grenzen. Dennoch existieren seit Jahrzehnten Methoden, die als «Doping» bekannt sind, um diese Grenzen zu überwinden und die körperliche, intellektuelle und insbesondere die psychomotorische Leistungsfähigkeit rasch zu steigern. Doping bezeichnet die Injektion oder Einnahme von pharmazeutischen und/oder medizinischen Substanzen, um die Leistungsfähigkeit einer Person zu erhöhen. Dies kann die Nutzung natürlicher Prozesse oder den Konsum bestimmter künstlicher Substanzen beinhalten.
Doping wird häufig eingesetzt, um tatsächliche oder vermeintliche Hindernisse zu überwinden und die eigenen Fähigkeiten in zahlreichen Bereichen wie Sport, Prüfungen, Vorstellungsgesprächen, öffentlichen Reden oder in schwierigen beruflichen oder sozialen Situationen zu verbessern. Doch wie entstand Doping historisch gesehen und wie funktioniert es?
Welche Auswirkungen, Effekte und Folgen hat Doping auf den menschlichen Körper?
Welche verschiedenen Arten von Dopingmitteln sind heute erhältlich?
Wie wird die Zukunft des Gendopings aussehen, angesichts der Fortschritte in der klinischen Forschung und der Entwicklung von Hormonen wie Myostatin?
Ein Stück Geschichte
Doping ist natürlich nichts Neues. Seit Anbeginn der Zeit haben Menschen immer wieder versucht, ihre Leistungsfähigkeit mithilfe von Stimulanzien oder selbstgemachten Heilmitteln zu steigern. Genau das ist die Grundlage der heutigen pharmazeutischen und medizinischen Forschung.
Die ersten Konzepte des Dopings existieren bereits seit der Antike, genauer gesagt seit 3000 v. Chr.
Die ersten Hominiden, die Substanzen direkt einnahmen, steigerten die Körperleistung mechanisch. Heilpflanzen mit anregender Wirkung besitzen ermüdungshemmende Eigenschaften. Pflanzen wie Ephedrin und Ephedra, die über Generationen und Kulturen hinweg bekannt waren – von der Ilias bis zur Odyssee –, zählten zu den wirksamsten leistungssteigernden Mitteln. Salbeiblätter galten bei den Griechen und Römern als stärkend.
Damals mussten die Athleten ihre Kraft aus Tieren gewinnen, indem sie deren frisches Fleisch aßen.
Der Zenit verschlingt die Hoden kräftiger Tiere. Im 6. und 7. Jahrhundert v. Chr. konzentrierten sich griechische Athleten auf die Einnahme von Stimulanzien zur Leistungssteigerung. Daher aßen die Griechen je nach den Anforderungen ihrer Sportart verschiedene Fleischsorten. Springer aßen Ziegenfleisch. Boxer und Werfer bevorzugten Stierfleisch. Und Ringer aßen fettes Schweinefleisch.
Zu jener Zeit war der Drogenkonsum in afrikanischen und indigenen Ländern Nordamerikas weit verbreitet, um die körperliche und geistige Energie sowie das sexuelle Potenzial zu steigern. Südamerikaner kauten Kokablätter, Afrikaner Kolanüsse. Die Kolanuss wirkte anregend und ist ein wirksames Stimulans gegen Müdigkeit und Stress. Blätter und Wurzeln der Iboga-Pflanze spendeten die nötige Kraft, um Erschöpfung zu widerstehen.
Das Experiment mit der indigenen Bevölkerung Gabuns verlief laut Dr. Albert Schweitzer positiv. Das Kokablatt liefert den Bolivianern und Peruanern der Anden die nötige Energie, um den ganzen Tag ohne Nahrung und Schlaf durchzuhalten und in der Wüste atmen zu können.
Wildschweine und Hirschfleisch waren im 15. Jahrhundert auch bei bretonischen Ringern, niederländischen Bauarbeitern und Rugby-Spielern als Stimulanzien bekannt.
Doping heute

Heutzutage gibt es verschiedene Arten von Doping für den Körper, die Muskeln und das Gehirn.
Die Dopingmethoden, die heutzutage darauf abzielen, die körperliche Leistungsfähigkeit zu verändern, sind vielfältig.
Peptide, Narkotika, Stimulanzien, Hormone, Diuretika oder sogar Betablocker.
Doping betrifft alle Sportarten, egal ob Frauen oder Männer, Amateure oder Profis.
Zur Steigerung der Gefäß-Muskel-Kraft. Hierbei handelt es sich um Produkte, die den menschlichen Körper zur Regeneration von neuem Gewebe und Muskeln anregen, wie zum Beispiel... Anabole Steroide, DER Peptide oder Wachstumshormon sowie’Blutsauerstoffsättigung über EPO.
Die Zukunft des Dopings
Klinische Studien haben deutliche Verbesserungen bei verschiedenen Dopingmitteln gezeigt. Dank der Entwicklung neuer Techniken werden Spitzensportler zu genetisch überlegenen Leistungsträgern.
Gentherapieverfahren werden heutzutage zu Dopingzwecken missbraucht, um die Muskelmasse von Sportlern zu vergrößern und zu erhalten, beispielsweise durch die Steigerung der IGF-1-Produktion. Darüber hinaus sind diese in die Muskeln injizierten Substanzen zunehmend nicht mehr durch Urin- oder Bluttests nachweisbar.
Nur die Entnahme eines kleinen Teils eines Organs oder Gewebes, eine sogenannte Biopsie, ermöglicht den Nachweis synthetischer Gene. Gendoping in Form von Molekülen beeinflusst ebenfalls spezifische Gewebe des menschlichen Körpers.
Die Zukunft des Dopings ist etwas besorgniserregend. Diese Substanzen sind schwer zu definieren und derzeit unkontrollierbar.
Durch die Hemmung von Myostatin beispielsweise stehen wir kurz davor, Supermänner auf Sportplätzen und in Bodybuilding-Studios zu sehen.
Auch die klinische Forschung entwickelt sich ständig weiter. Produkte wie TB500, die die Zellregeneration ermöglichen, sind ein gutes Beispiel dafür.
Viele Pharmakonzerne arbeiten an der Entwicklung neuer Produkte für das Gendoping.
Die direkte Veränderung menschlicher Gene und Zellen sowie ihrer physiologischen Komponenten – das ist der Traum von morgen.
Diese genetischen Dopingmittel kontrollieren die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Anwenders. Der Wettlauf um diese Produkte wird nie enden.
Die Zukunft des Dopings sichert künftige Kooperationen mit der pharmazeutischen Industrie zu, um den Informationsaustausch zu erleichtern und vertrauliche Informationen zu erhalten, um unsere Athleten von morgen zu entwickeln.
Das Einzige, dessen ich mir sicher bin, ist, dass Veränderungen in Zukunft unausweichlich sind und wir nicht ewig bei den alten Dopingmethoden bleiben können. Die Anti-Doping-Techniken werden sich verbessern. Doch das Doping wird immer einen Schritt voraus sein; wir bewegen uns auf die Genmanipulation oder die Transplantation genmanipulierter Organe zu.
Es ist sicher, dass neue Betrugsmethoden die genetische Veränderung des Athleten selbst und alles, was mit ihm zusammenhängt (Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel usw.), beinhalten werden.
Die Zukunft des Dopings sieht rosig aus; es wird den etablierten Regeln immer einen Schritt voraus sein….